Blogparade: Die Krönung

Mo rief kürzlich auf ihrem Blog Mo…Saiks Runen zur Schnipseljagd-Blogparade auf, dazu, inspiriert von ihrer Collage Beiträge zu posten …und das ist gut so!… ,-)
Letzten Samstag beherrschte das Coming Out des Schwingers Curdin Orlik die Medien in der Schweiz.
Zurück in Berlin wurde ich nicht gekrönt, sondern heute ministeriell aufgefordert, zu Hause zu bleiben.

Zeit zum Collagieren!

Voilà:


15 Kommentare

  1. Lieber Urs,
    angesichts der der derzeitigen Situation bekommt deine Collage eine weitere beklemmende Komponente: 100 Jahre Einsamkeit, Eingesperrt und Hilfe, diese drei Worte bleiben mir mit dem tröstenden Stück Käsekuchen unten rechts im Gedächtnis.
    So nah ist zu nah ist der zweite Satz über den ich gerade noch einmal anders nachdenke, in meinem privaten und beruflichen Umfeld und in der Weise, wie wir jetzt Nähe herstellen können und wie uns das Schreiben dabei helfen kann.
    Ich bin dir in deinen Worten gerne nah,
    Deine Mia.

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  2. Lieber Urs,

    danke für deine faszinierende Collage voller gedanklicher Anregung!
    „So nah ist zu nah“ bewegt mich besonders – in Zeiten von Corona sind wir aufgefordert, körperliche Nähe zu anderen Menschen zu meiden. Aber kann man diese fehlende Nähe anders kompensieren? Menschliche Wärme ist nicht gleich Körperwärme, aber wie viel Wärme kommt an, wenn wir auf Abstand gehen? Ich frage mich gerade, wie lebenswichtig soziale Kontakte (nicht nur virtuell) für das gesunde Überleben von Menschen sind.
    Ich hoffe, mich erwarten keine 100 Tage Einsamkeit.

    Als Schweiz-Rückkehrer bist du hoffentlich auch kein Ausgestoßener.

    Nachdenkliche Grüße
    Ulrike

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    • Liebe Ulrike
      Immerhin überträgt sich ein bisschen Wärme durch Dein kommentierendes Begleiten meines Blogs, das Wissen um Dich als Mitleserin.
      Aber auf Dauer brauchen wir natürlich auch physische Umarmungen.
      Zeiten wie diese zeigen denen, die in Beziehungen sind, vielleicht, wie es für alle ist, die alleine sind oder, wie im Falle des Schwingers, ihre Sexualität heimlich leben müssen.
      Ich bin froh, in Berlin, in meiner Wohnung zu sein :-)
      Wie geht’s Dir?
      Herzlich, Urs

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  3. Lieber Urs,
    ‚So nah ist zu nah‘ und ‚So schön. So nah! springen mich in Deiner Collage an. Jetzt in den Zeiten, wo man überlegen muss, wie nah man einem Menschen kommen möchte, wird mir bewußt, wie selbstverständlich mir körperliche Nähe ist und wie ich sie jetzt schon vermisse. Das fröhliche Umarmen bei einem Treffen, das tröstende Streicheln, der freundschaftliche Klaps – alles von Corona geklaut! Aber dennoch kommt Freude und Wärme auf, wenn ich einer Freundin auf der Straße oder im Supermarkt begegne und wir uns ‚auf Abstand‘ austauschen. Ich finde auch hier auf unseren Blogs Nähe mit Dir und allen, die kommentieren und das gilt es zu bewahren und sich bewußt zu machen. 14 Tage Quarantäne ist sicher doof, aber immerhin kannst Du in Deiner Wohnung sein. Wenn ich in Berlin wohnen würde, brächte ich Dir selbstgebackenen Käsekuchen vorbei. Das ist einer der wenigen Kuchen, die ich backen kann.
    Eine herzliche Digitalumarmung
    Anne

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  4. Lieber Urs,
    ‚So nah ist zu nah‘ und ‚So schön.So nah!‘, das sind die Schnipsel, die mir ins Auge springen. Bisher habe ich gut mit mir allein leben können, wissend, dass es ein enges Netz von familiären Bindungen und Freundschaften um mich herum gibt, in dem ich mich gut aufgehoben fühle. Die jetzt um sich greifende Unsicherheit, wie man sich mit wem noch treffen kann, beschäftigt mich sehr. Ich, die sich bisher eher über die digitale Welt aufgeregt – im besten Fall amüsiert – hat, fange an sie zu schätzen. Es ist nicht die Nähe, die ich eigentlich brauche, die man damit herstellen kann. Aber es ist immerhin Nähe und man verfällt nicht in die totale Einsamkeit. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass sich der Alltag derart drastisch innerhalb kürzester Zeit verändern kann.
    Komm gut und Gesund über die Zeit.
    Herzliche Grüße
    Anne

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    • Liebe Anne
      Danke für Deinen Kommentar. Ja, plötzlich zeigen Social Media eine echte soziale Seite. Stell Dir vor, wir müssten per Festnetz in Kontakt bleiben…
      Bleibe gesund, liebe Anne, auf eine baldige echte Umarmung, herzlich, Urs

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  5. Lieber Urs,

    Chapeau!

    Deine Collage bewegt,
    hat so viele Schichten,
    gibt zu denken,
    erzählt diverse Geschichten.
    Sie geht nah, sooo nah
    und außerdem tief,
    trifft uns dort,
    wo sich die innere Waagschale
    gerade
    von Schieflage zu Schieflage wiegt.
    Die gelungene Analyse von Schädel
    und Herz,
    fasziniert,
    so wie sie unser aller
    Verletzlichkeit
    von Wort zu Wort,
    von Schipsel zu Schnipsel
    direkt in unsere Resonanzkörper
    teleportiert…

    Vielen Dank dafür!

    Herzlichst
    Mo…

    P.S. Bitte noch für den Abschlusspost mit einem zusammenfassenden Elfchen oder Haiku signieren.

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  6. Werter Künstler, seit drei Tagen schaue ich mir jeden Morgen deine Collage an und spüre WOW, aber die Worte versagen weiterhin. So frech, so gefühlvoll, reich, lebendig. Mein Liebling ist ja: what impact will you make?, leicht zu übersehen. Bei mir einen riesengroßen.
    Bei den Diskussionen um Nähe und Eingesperrtsein kann ich gar nicht mitreden, 100 Tage Einsamkeit mehr oder weniger, was macht das schon? Vielleicht sollte ich mich als Einsamkeitsberaterin der verpanikten Gesellschaft anbiedern.
    Herzlichst: Amy
    P.S. Haiku bei dir.

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    • Liebe Amy
      Das Haiku folgt noch…
      Ich frage mich derzeit auch, was sich an meinem Alleinesein eigentlich ändert, außer, dass ich derzeit aktiv daran nichts ändern sollte und mich das paradoxerwese eher beruhigt als verunsichert (der Blogpost folgt noch…).
      Die Collagetechnik gefällt mir.
      Ich hatte ein paar Themen am Laufen und schnipselte dann in Zeitungen rum bis ich das Gefühl hatte, genug Material zu haben. Was aus dem Zusammenspiel von Absicht und eher zufälliger Auswahl entstehen kann, verblüfft mich immer wieder.
      Ich danke Dir sehr für Deine ermutigenden Worte!
      Herzlich, Urs

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  7. Guten Morgen, du vielschichtiger, facettenreicher, mir nah und ferner Collageur,

    Mich hat die „Schädelanalyse“ umgehauen, das „lass mich ausreden“ und das Wort gemieden ( ich habe dieses langgezogene ihhhhhh einer Aversion gehört und musste darüber nachdenken, wie stark der Klang dieses Wortes das Phänomen einer Ausgrenzung unterstreicht…).

    Und ich freue mich auf weitere Collagen von dir!

    Hedda

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